Kreditkarte.
Eine Kreditkarte benutzt man, um Waren und Dienstleistungen bargeldlos zu
bezahlen. Jede Kreditkarte hat ein entsprechendes Zeichen einer Institution, die
Kreditkarten anbietet. Am häufigsten werden in Deutschland die Mastercard-, die
AMEX- oder die VISA- Kreditkarte verwendet.
Bei jeder Bezahlung, die mittels einer Kreditkarte stattfindet, fallen Gebühren
an. Diese sind unterschiedlich hoch und werden von den Händlern getragen. Für
den Besitzer einer Kreditkarte fallen in aller Regel keine Kosten an, lediglich
für Besonderheiten kann es dazu kommen, dass von dem ausgebenden Institut Geld
verlangt wird.
| Die am weitesten verbreiteten Kreditkarten sind Mastercard- und VISA- Kreditkarten. Das liegt vor allem daran, dass es hier die meisten Möglichkeiten gibt, mit diesen Kreditkarten zu bezahlen. Wenn man seine Kreditkarte verliert, sollte man der jeweils zuständigen Stelle so schnell wie möglich Bescheid geben, da die Pflicht, für den Schaden des Missbrauchs aufzukommen, nach der entsprechenden Meldung an das Institut übergeht, das die Karte ausgegeben hat. Hier ist es immer sinnvoll, sich mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Unternehmens auseinander zu setzen, um Überraschungen zu vermeiden. |
Die Abrechnung der Kreditkarte erfolgt einmal pro Monat. Der Inhaber erhält hier eine sogenannte Kreditkartenabrechnung, auf der er die Transaktionen ersehen kann. Der Zeitpunkt der Abrechnung ist nicht immer gleich, erfolgt jedoch häufig in der Mitte des Monats. Nach der Abrechnung hat der Inhaber der Karte wieder den vollen Verfügungsrahmen, der in der Regel das zwei- bis dreifache des regelmäßigen monatlichen Geldeinganges beträgt.
|
In Amerika gibt es seit dem Ende des 19. Jahrhunderts Kreditkarten, sie wurden in erster Linie an besondere Gäste in Hotels vergeben. Etwa zwei Jahrzehnte später gab es dann auch in Kaufhäusern und Mineralölkonzernen die Möglichkeit, bargeldlos zu bezahlen. Erst eine ganze Zeit später, etwa ab 1950, haben auch Restaurants und Fluglinien damit begonnen, den Kunden dies zu ermöglichen. In erster Linie ging es hier darum, die Menschen bei Kauflaune zu halten, da die Bezahlung nicht sofort erfolgte.
Die Kreditkarten wie wir sie heute kennen, wurden ebenfalls in den Vereinigten Staaten entwickelt. Auch hier haben zuerst Leute mit entsprechenden Vermögensverhältnissen das Privileg, die Karten zu erhalten. Nun ist eine Kreditkarte nicht mehr branchen- oder unternehmens- sondern vertragsgebunden. Das heißt, dass jede Stelle, die einen sogenannten Akzeptanzvertrag unterschrieben hat, die Kreditkartenzahlung akzeptieren muss. Eine solche Kreditkarte wurde das erste Mal im Jahr 1950 ausgegeben. Schnell wurden viele Grenzen überwunden und das neue Zahlungsmittel konnte branchen- und länderübergreifend eingesetzt werden. Im Jahr 1968 hatten etwa 10% der amerikanischen Banken ein Kreditkartenprogramm zum laufen gebracht. Störend war hier einzig, dass die bargeldlose Möglichkeit des Bezahlens an zu wenigen Stellen hingenommen wurde. Durch verschiedene Vereinbarungen, national und international, konnte der Akzeptanzbereich jedoch schnell erweitert werden und die Kreditkarten wurden immer beliebter. Dies war auch in sofern vorteilhaft, dass der Konkurrenzkampf, der von Beginn an unter den Kreditkartenanbietern herrschte, großflächiger ausgetragen werden und die gesamte Nachfrage immer weiter befriedigt werden konnte.
|
Um dies einmal in Zahlen zu verdeutlichen: von 1958 bis 1975 gab es einen Anstieg von 1,2 Millionen Kreditkarten auf über 100 Millionen. Und von 1975 bis 2004 gab es einen Anstieg auf über 2 Milliarden ausgegebene Kreditkarten.
Weitere Informationen und Aktuelles zum Thema Finanzen. |



























